Posts mit dem Label FCC werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label FCC werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 27. August 2015

Bittere Regionalliga-Realität

Es sollte also mal wieder sein. Nach 6 Jahren wollte man den persönlichen Auswärtsfluch von Meuselwitz besiegen. Solange hatte ich es nicht gewagt auf die Glaserkuppe zu fahren. Zu bitter waren die Erinnerungen an die jubelnden "Fastsachsen" im Pokal Anno 2009. Na gut also auf ein Neues. So schwang man sich ins Auto, um am sonnigen Mittwochabend zum wichtigen Punktspiel in die Ostthüringer Provinz zu düsen. Der Ground immer noch wie eh und jeh - gut die haben inzwischen sogar ein Flutlicht! Ehrlicher Respekt dafür. Wo hier allerdings unglaubliche 4,2 Millionen Euro verbaut wurden, weiss sicherlich nur der nun reiche Bauträger. Aber auch was Gutes gab es: phänomenale Rostbrätl! Da könnten die Jenaer Caterer im EAS einiges lernen.
Ok das war es dann mit den erfreulichen Dingen, denn Jena machte in 90 Minuten kein Tor. Meusel macht gefühlt mit einer Chance kurz vor Ende 2 Tore.... ganz bitter!

Ich werde wieder Jahre brauchen, um die jubelnden Bauern zu vergessen.







Montag, 27. Oktober 2014

Wer Sorgen hat....




Ja etwas traurig ist der Jenaer Fussballalltag im 3. Jahr der Regionalliga ja schon. 
Keine echte Stimmung kommt zur Zeit im Ernst Abbe Sportfeld auf. Und das hat gleich mehrere Gründe: 

Zum einen darf man nicht eine gewisse Resignation unter allen Fans vergessen, welche sich im Fussball Jena breit gemacht hat. Das hat mit der sportlichen Talfahrt (trotz Geldbelgier) zu tun und auch an den allgemeinen Stellenwert, welcher der Jenaer Männerfussball zur Zeit bei Politik und Stadt einnimmt. Waren zu 2Liga Zeiten regelmäßig alle wichtigen und unwichtigen Persönlichkeiten im Rund um sich feiern zu lassen, sieht man heute kaum jemanden mehr. Das Thema Stadionumbau wird nicht einmal im neuen Koalitionsvertrag eingebaut und das trotz zahlreicher Lippenbekenntnisse vor der Wahl. Ja so ist das: Willkommen in der Realität nach der Stimmenvergabe.
Als Sinnbild für diese traurige Situation rostet der letzte verbliebene (und zersägte) Flutlichtmast hinter der Südkurve vor sich hin. Aufgerichtet wird der wohl nie mehr - das sollte nun auch der letzte verstanden haben. Das sich aber was tun muss, ist zumindest wegen der fehlenden Flutlichter nötig. Aufwachen KIJ und JENA!

 Dazu kommt der wirklich schmerzliche Stimmungsverzicht der Horda. Hier versucht zumindest der Verein, besonders unter Lutz Lindemann, auf die (in)aktive Szene zuzugehen und mehr einzubinden. Ein richtiger und wichtiger Schritt der zumindest hier auf Änderung hoffen lässt. 

Ansonsten genoss man mal wieder den Blick auf die Haupttribüne, trank ein-zwei Bier und betrachtete mit angeblich 3000 anderen Leidensgenossen den trost- und lustlosen Kick.
Ein 0:0 gegen die Berliner Jungs vom AK - Naja was soll man sagen: es passt zur Situation.










Mittwoch, 27. August 2014

Zeiss International (Newport vs FCCZ)



Nach vielen Jahren der internationalen Abwesenheit musste endlich was passieren und so entschloss man sich beim Waliser Club Newport County und dem FCC um ein Freundschaftsspiel anlässlich des 110 Jährigen Geburtstages unseres Clubs 2013. So kam es das wir im letzten Sommer von einigen 100 Walisern in Jena Besuch hatten... Da das Ganze sehr entspannt und witzig war, forderte man schnell ein Rückspiel in Wales. So kam es dass der FC Carl Zeiss erstmals nach 1981 wieder in Newport aufschlug. Zur Freude vieler Zeisser! Auch wir entschlossen uns kurz nach der Bekanntgabe des Termins darauf die Reise ins wilde Süd-Wales zu wagen.
Da man nicht mit den 24 Stunden Bus der Supporters fahren wollte, geschweige denn 1.300,- Euro für ein unsinnige Zugverbindung zahlen wollte, einigte man sich schnell auf eine ganz preiswerte Flugverbindung. Unsere kleine Gruppe von Jenensern machte sich nach Berlin auf. In LE luden wir einen Exilanten auf und trafen uns mit 2 weiteren Leuten im verregneten Berlin. 
Von dort ging es im Morgengrauen nach Birmingham. 
Von Birmingham bekam man aber nix mit, ausser den überfüllten Busbahnhof und das Flughafengelände. Mit den Bus ging es dann nach Wales. In Newport angekommen wurde erstmal die Stadt erkundet. So war das Örtchen ganz nett - zumindest ohne die meisten einheimischen Leute!  Man sah es überall - wirtschaftlich gehts den Briten mies. 
Überall waren nun auch schon diverse Zeiss-Kutten und einige bekannte Gesichter zu sehen. Es wurde dann schnell ein örtlicher Pub geentert und das kalte belgische Stella in rauen Mengen genossen - sowie lecker Fish and Chips von sehr guter Qualität.   



Als man dann später in einen Tanzschuppen einlaufen wollte war da schon echt finsteres Meth/Crystall/Speed-Volk unterwegs.... Dennoch rein und weiter ging es dort mit genialer Happy-Hour (Wohlgemerkt um 22 Uhr!!! Herrlich!!! Vom Saufen verstehen die Briten auf jeden Fall was!!!) Was da für Leute unterwegs waren ist fast unbeschreiblich - fette Inselweiber mit Blümchenröcken, Waliser Suffix mit wenigen oder gar keinen Zähnen, Zugedröhnte Chavs und haufenweise skurrile Chinesentypen die nur in den Ecken rumsaßen und uns doof anglotzten. 
 Gut... hin und wieder gab es erfreuliche Ausnahmen - ein, zwei "Milfs" waren ganz nett! Was allerdings auch am vielen Bier liegen kann. Dazu die ganze Zeit der süße penetrante Geruch von billigen Nuttenparfüm! Bei diesen Leuten also kein Wunder das die anwesenden Türsteher aus Polen mit uns coolen Deutschen koksen wollten. :D

Am nächsten Morgen hatte man natürlich einen schweren Kater. Der musste gleich mit Waliser Frühstück (der Unterschied zum englischen Frühstück konnte von uns Laien nicht erkannt werden - vll die dicken mehligen Würste) bekämpft. Die Südkurven Leute erschien derweil am Bahnhof und man genoss den Auftritt der Ultra-Jungs von der Kneipe aus! Wir fuhren dann standesgemäß mit dem Pakistani-Taxi zum Newport Stadium.


Das Spiel musst ja auf Grund des neuen Rasens aus der Rodney Parade ins Newport Stadion verlegt werden. Schade, da man den netten Home Ground von Newport später bewundern konnte. 
Das ganze Spiel und der Spitty Park waren leider echt mies... dazu wurde irgendein untrinkbares Ale ausgeschenkt. Mehr muss man zum ganzen Spiel leider nicht sagen! Die Jungs von Lothar Kurbjuweit hätten sich vor ca. 1300 mitgereisten Jenensern wirklich mehr anstrengen können. Das war schon bitter! Naja - Ausser unseren Flitzer gab es also keine echten Highlights. 


Nach dem Spiel ging es kurz zur Rodney Parade und man erkundete kurz das von County organisierte Fanspekatkel. Was hier die Waliser auf die Beine gestellt hatten war schon sehr bewundernswert. Allerdings ging dann doch lieber noch mal ins Hotel, um gewappnet für den letzten harten Abend zu sein! In der City wurde wieder Inselfraß zu sich genommen - die gesamte Reisegruppe hatte langsam Angst aufgrund des ungesunden Zeugs ihre Zähne zu verlieren!  Später traf man sich mit vielen bekannten Zeissern in einem der größeren Pubs und verdrückte mit allen möglichen Leuten viele Bier - hinterher ist man froh dass keiner über die Mauer in den nahen dreckigen Fluss fiel!
Dann ging es nochmal die "City" die aber nun vollkommen zur Methtown mutiert war. Unglaublich....


Der Abend fast identisch wie der davor, nur einfach noch viel mehr Irre, dass man dann gg 3 doch besser nach Hause (Billighotel) ging.
Am nächsten Tag ging es ja auch schließlich zurück....

Alles in allem ein geiler Trip! Jena mal so Pseudo-International war schon dick und jeder hatte so seinen Spaß - "Methport" hat man auch mal gesehen... reicht auch erstmal. Die wenigen normalen Leute waren echt Spitze! Ansonsten, wie schon gesagt, England/Wales geht es wirklich mies - das sieht man einfach überall. Ich/Wir sind froh wieder hier im reichen Osten zu sein.

Der Jenenser

Donnerstag, 25. Juli 2013

Flutlichtdebakel

Ja so ist das in einer Stadt in der die Stadtoberen scheinbar nur noch mit sich beschäftigt sind und man so viel spart dass man den späten 80er Jahren der DDR eindeutig Konkurrenz macht. Jena, die viel gepriesene "Lichtstadt", "das München des Ostens", eine der wirtschaftlich stärksten Städte der östlichen Republik, diese Stadt Jena hat nun ihr einziges Fussballstadion verrotten lassen. Der Städtische Betreiber (KIJ: Werte für Jena) spekulierte so lange auf einen noch nicht beschlossenen Neubau, dass man lieber gar nichts mehr machte. Die Politiker im Stadtrat überlegten ob man nun eine Sanierung, einen Umbau des EAS oder ganz einen Neubau oder eine Multifuntionsarena... mit oder ohne Laufbahn, mit Fördermillionen aus Europa... oder lieber selbst finanziert..... es ist schon knifflig sich zu entscheiden.
Naja und Fussball in Jena muss das denn überhaupt sein???
Ach.... ein wenig mehr Mut, eine richtige Visionen oder einfach nur Liebe zum glorreichen FCC.
Auf jeden Fall eine Entscheidung und dass was aus dem Verhindern folgte wäre nicht passiert. So stellte man nämlich in einem scheinbar notwendigen Gutachten zur Statik aller Flutlichtmasten fest - "ohhh...ooohooo ach mmmh..... da ist ja Rost....ja und Rost und Stahl, ja das ist irgendwie Kacke".
Hatte man doch im im Jahr 2010 ziemlich genau 800.000,00 € zum Rostschutz extra eingeplant, diese aber komischerweise doch für irgendwas anderes ausgegeben. Nun also kurz vor dem Freundschaftsspiel gegen Newport County aus Wales musste man das Rund komplett schließen. Denn wenn nun mal so ein riesen Ding auf die Rübe vom OB fällt, ist das ja auch nicht ganz so toll. Also das einzig logische: Das Ernst-Abbe Sportfeld musste sofort geschlossen werden. Wenigstens da zeigten die Kommunalen Immobilien eine ungewohnt schnelle Entschlusskraft. So schnell das man allerdings auch gleich den kompletten Abriss aller Giraffen beschloss. Der Aufschrei, in Fankreisen aber auch bei vielen Bürgern der Stadt, war da natürlich riesig. Sind die Flutlichter doch das Herzstück des geliebten Sportfelds. Stumme Zeugen einer glorreichen Vergangenheit. Wie Machtlos man manchmal sein kann....
Nun ja wenigsten wurde in der schnell anberaumten öffentlichen Sitzung der KIJ ein kleiner Kompromiss festgelegt. Ein Mast wird (wie schon 2009 geplant) eingelagert und als Wahrzeichen im neuen Stadion integriert - wann dass allerdings sein wird steht in den Sternen. Der Stadtrat hat Sommerferien und unser vergesslicher OB ist scheinbar verschwunden...

Hier nun ein paar traurige Bilder vom Abriss...
Was bleibt ist die Hoffnung auf bessere Zeiten für unser EAS








x





Dienstag, 11. Dezember 2012

Welchen Fussball willst du?







Für alle Fussballverückten da draussen - Hier EINTRAGEN: "Ich fühl mich Sicher" 
Weitere wichtige Infos zum DFL Papier und zur Aktion "Ohne Stimmung keine Stimmung"

Dienstag, 4. Dezember 2012

14. Spieltag in Leipzig

Nun war es soweit - ein Spiel in Leipzig stand an – allerdings leider nicht gegen Chemie Leipzig oder den 1. FC LOK sondern gegen die schnöde Marketing Truppe eines österreichischen Brauseherstellers, welcher die Weltherrschaft (ist irgendwie immer so nen Ösiding – Komisch) im Sportmarketing erlangen möchte.
Da der „Verein“ mit sehr vielen BrauseSchillingen eine recht gute Söldnertruppe zusammengekauft hat steht man auf Platz 1 der Regionalliga Nordost und haute vor der Partie ordentlich auf dem Putz. So nach dem Motto: ...der FC Carl Zeiss brauche ja gar nicht erst anzutreten – bzw. die Punkte beleiben eh alle in Leipzig…. usw usw…Ganz schön großmäulig aber was soll man von Leuten erwarten, die selbst ihre eigene Mutter für ein paar lumpige Dosendollars verkaufen würden. 
Nun denn, am Sonntagmorgen versuchte man unerkannt mit den Zug nach Leipzig zu kommen. Allerdings war die Staatsmacht sofort am Start und eine entspannte Fahrt nach LE über Gera war nicht mehr möglich.

In Leipzig angekommen war man allerdings clever genug um die echten Bullen – also die Pozilei – abzuschütteln und in Selbstregie zum Stadion zu gelangen. 


Ach wie traurig – war sowas früher der reinste Nervenkitzel und fast schon Lebensgefährlich in Leipzig vor nem Spiel rumzulatschen, war das Sonntag wie ein Spaziergang mit der Familie. 
Am Stadion angekommen musste man sich schon wundern wie viele Leipziger (?) zum Spiel begaben. Jung und Alt - Dick und Dünn ......aber eben doch genau wie man es erwartet hatte – "Fussballfans" wie in den Alpträumen eines jeden echten Fans: Einen Softdrink oder Hot-Dog in der Hand, den neuen Schal mit dem Logo des Brauseherstellers, ein Trikot mit dem Logo des Brauseherstellers und ein paar bunte Hütchen mit --- ihr ahnt es ---- dem Logo des Brauseherstellers, abgerundet mit lustigen Bullenhörnern auf dem Kopf - wie originell. Als man sich genug gegruselt hatte zog man zum Gästeblock und genehmigte sich noch ein Bier um den Schreck zu verdauen.
Im inneren des ehemaligen Zentralstadions begab man sich nun zu den Plätzen und erwartete das Spiel und einen heißen FCC. 
Wie es sich als kritischer und mitdenkender Fan gehört beteiligten sich alle im Jena Block an der bundesweiten Aktion 12:12 (Ohne Stimme keineStimmung) und schwieg gute 12 Minuten um die Ernsthaftigkeit der Problematik den DFB- und DFL-Funktionären weiterhin zu verdeutlichen. Bei den Zuschauern der Brausesportgruppe scheint diese Problematik allerdings vorbeigegangen zu sein – Nackt ausziehen vor anderen Bullen scheint ja eher OK zu sein. Den im heimischen „Supportersbereich“ hüpfte man fröhlich und ausgelassen und sang einige Liedchen über den Verein mit Tiernamen. Naja wer Brause mit Rindersperma trinkt wird meistens nicht Nobelpreisträger. 


Zum Spiel: Jena ganz stark und mit Drang zum Tor, der Gegner unerwartet schwach. So kam es zum hochverdienten 1:0 für uns aber eben auch zum Ausgleich kurz vor Ende. EGAL !!!! unterm Strich kann man sagen das der FCC sich stark präsentierte und man Hoffnungsvoll in die Zukunft schauen kann. Schließlich fliest noch sehr viel Wasser, bis zum Ende der Saison die Saale runter. Und man kann für ganz Fussballdeutschland nur hoffen dass nicht das Produkt aus Leipzig aufsteigt sondern irgendein Traditionsverein – so fair kann man an dieser Stelle einfach mal sein! Das der FCC der Aufsteiger ist, wäre natürlich die beste Variante! 

Sonntag, 28. Oktober 2012

Winter im Paradies (2)

Konnte vor einer Woche noch sommerliches Wetter beim Auswärtssieg in Halberstadt genossen werden, so überraschte uns der Wettergott mit Schneefall im Oktober. Nach dem 5:3 Heimsieg am Vorabend gegen Auerbach bewiesen am Sonnabend auf verschneitem Platz im kleinen Derby, wer die Nummer Eins im Lande ist. Mittwoch steigt dann das große Derby- wohl ohne Schnee, aber hoffentlich mit standesgemäßem Sieg über die Blumenstädter! 
...Erfurt going down, going down!!!